PC7-Simulator

Der letzte Teil der Berufseignungsabklärung (BEA) findet auf dem PC-7 Simulator statt. Nebst der Vorfreude ist auch die Unsicherheit ein stetiger Begleiter. Wird es reichen oder nicht? Eine Frage, welche man sich nur zu oft während der Abklärung stellt. Am Sonntagabend rücken die motivierten Kandidaten auf dem Flugplatz Locarno ein. Nach kurzen Informationen bezüglich des Treffpunktes für den nächsten Tag gehen die Kandidaten früh zu Bett. Alle wollen möglichst gut ausgeschlafen sein, da es am Montag bereits mit Vollgas in die neue Woche geht.


Erstmals im PC7

Am Montagmorgen fassen die Kandidaten erstmals einen Pilotenkombi aus dem Materiallager des Flugplatzes Locarno, sowie einen Theorieordner über den PC-7 Simulator. Es folgt ein Theorieblock, in welchem einem das Wichtigste an Theoriekenntnissen vermittelt wird. Anschliessend bleibt Zeit für das Selbststudium der Unterlagen. Schnell läuft die Zeit und der Montagmorgen ist bereits vorbei, das Mittagessen verschlungen und der erste Angewöhnungsflug steht an. Je nachdem wieviel Flugerfahrung in die Selektion mitgebracht wird, bekommt man die Möglichkeit für einen zweiten Angewöhnungsflug im Simulator. Die „Flugzeit“ vergeht viel zu schnell, da man sich intensiv einzuprägen versucht, welche Knöpfe und Hebel welchen Zweck haben. Den Kopf voll mit ersten Eindrücken bleibt am Abend trotzdem Zeit, das Gelernte im Selbststudium zu vertiefen.


Prüfungsflüge

Am Dienstag geht es dann auch schon los mit den Prüfungsflügen. Die vier Testflüge steigern sich im Schwierigkeitsgrad und deshalb verwundert es nicht, wenn man nach den Testflügen erleichtert das Canopy des Simulators öffnen kann. Die mentale Belastung ist hoch, da man während rund 60 Minuten volle Konzentration aufbringen muss. Nicht selten steigt man deshalb nach den Flügen verschwitzt und ein wenig müde aus dem Simulator. Kaum hat man einen Flug hinter sich gebracht, erwarten einen die Kameraden, um jedes mögliche Detail zu erfahren. Der gegenseitige Austausch über gemachte Fehler ist wichtig, um eigene Stärken und Schwächen zu erkennen.

 

Banges Warten

Kaum sind die vier Testflüge beendet geht es bereits an die Rückgabe des Materials. Anschliessend findet ein Rundgang auf dem Flugplatz Locarno statt, wo man die Möglichkeit hat eine PC-7, PC-9, einen EC-635 oder Super-Puma aus der Nähe zu betrachten. Nach einer offiziellen Verabschiedung trennt sich der Weg der Kandidaten. Nun gilt es einige Tage der Ungewissheit zu überstehen, bis man einen Brief von der Pilotenschule der Luftwaffe erhält, in welchem einem erläutert wird, ob die Selektion positiv oder negativ ausgefallen ist. Diejenigen mit einer positiven Antwort dürfen sich auf sechs unvergessliche Wochen auf der PC-7 freuen.