Übung Payerne

Auf dieses Highlight haben wir lange gewartet. Entsprechend gross war die Vorfreude, als wir uns am 20. Mai 2016 beim Restaurant Top Air auf dem Militärflugplatz Payerne mit unserem Vorgesetzten für die Übung „Payerne“ trafen. Das Ziel dieses Tages war, uns einen Einblick in den Berufsalltag der Jet- und Helikopterpiloten zu ermöglichen und somit den Unentschlossenen der PK 13 den Spartenwunsch zu erleichtern.

 

Unser Tag auf der Airbase startete mit einem Besuch im Tower beim Flugdienstleiter. Dieser Posten, der in der Regel durch einen erfahrenen Militärpiloten besetzt ist, organisiert, leitet und überwacht den Flugdienst auf dem Flugplatz und koordiniert mit dem Air Operation Center (AOC) die Einsätze der Flugzeuge.

 

Kurz darauf begrüsste uns ein aktiver Helikopterpilot am Tor des Camp Failloubaz, dem Sitz der Lufttransport Staffel 1. Nachdem vor einem Jahr bei der Übung „Locarno“ die Ausbildung der Jetpiloten im Zentrum stand, war dieses Jahr die Helikopter Ausbildung an der Reihe. Er erläuterte uns wie die Grund- und Weiterausbildung auf dem EC635 aussieht und wann man das erste Mal im Cockpit eines Super Pumas/Cougars Platz nehmen darf. Zudem stellte er denjenigen, die sich für eine Helikopterpiloten Karriere entscheiden würden, vielfältige Einsätze in Aussicht. Da das Wetter an diesem Freitag mitspielte, durften wir bei strahlendem Sonnenschein in den Cougar T-340 einsteigen, um einen typischen Helikopterflug hautnah zu erleben. Nach dem Start in Payerne ging es im Tiefflug durch den Jura, wenige Meter über dem Boden an wunderschönen Landschaften und Kühen vorbei. Nach einer flotten Landung nördlich des Lac de Joux flogen die beiden Piloten zum Moléson, wo sie den Cougar gekonnt auf der noch immer verschneiten Krete aufsetzten.

 

T-340 im Landeanflug auf dem Moléson
T-340 im Landeanflug auf dem Moléson

Zurück in Payerne stand nach einem leckeren Lunch die Sparte Jet auf dem Programm. Begleitet durch einen aktiven Jetpiloten konnten wir in den Hornet-Boxen die Übergabe  und den Start einer F/A-18 aus nächster Nähe miterleben. Während die Jetpiloten hoch über den Schweizer Alpen den Luftkampf übten, durften wir den F/A-18 Simulator SHOTS (Swiss Hornet Tactical Simulator) besichtigen. Dies gab uns die einmalige Gelegenheit, wortwörtlich einem Piloten während eines Luftpolizei Einsatzes über die Schulter zu schauen.

  

Symbolbild SHOTS
F/A-18 Simulator SHOTS (Symbolbild © Schweizer Luftwaffe)

In Zwischenzeit waren die Jetpiloten wieder gelandet und wir konnten dem Debriefing beiwohnen, wo jedes der präzise geflogenen Manöver mit modernsten Mitteln analysiert und besprochen wurde.

 

Mit einem Kopf voller Eindrücke gingen wir ins Wochenende und jeder entschied sich, ob er lieber Jet- oder Helikopterpilot werden will. Wenige Tage später stand definitiv fest: Die PK 13 besteht aus 3 Jetpiloten und 6 Helikopter Piloten!

 

  • Jet: Hans Fideeler, Cédric Businger, Sven Sahli
  • Heli: Roman Häfelfinger, Mischa Hulliger, Sven Döbelin, Sebastian Blanke, Dominic Nänni, Tim Bättig

 

Somit kann jeder die Ausbildung bei seiner gewünschten Sparte beginnen und keiner musste zwangsversetzt werden.

 

Wir möchten uns bei allen bedanken, die sich Zeit für uns genommen haben und uns diesen unvergesslichen Tag ermöglicht haben.

 

Mehr Bilder gibt es in unserer Galerie unter dem Reiter Übung "Payerne"