ZHAW 1. Semester

Bereits vier Tage nach der PC-7 Selektion in Locarno begann für die frisch gebackenen Berufsmilitärpilotenanwärter das Aviatik-Studium an der ZHAW in Winterthur. Nachdem wir zunächst anfangs Woche noch offiziell von Seiten der Luftwaffe in der Pilotenschule begrüsst wurden, mussten wir ab Dienstag seit langem wieder auf der Schulbank Platz nehmen. Dies meisterten nicht alle gleich gut, trugen wir doch erst noch eine Woche früher den Piloten-Kombi und waren uns an tägliches PC-7 fliegen gewöhnt. Nichts desto trotz hiess es ab jetzt die mehr oder weniger spannenden Vorlesungen und Praktika zu besuchen. Auf zwei Klassen aufgeteilt, versuchten wir uns so gut wie möglich durch die acht verschiedenen Module, welche sehr Physik- und Mathematiklastig waren, durchzuschlagen. So kam es, dass uns Fächer wie zum Beispiel Deutsch oder Englisch eine erfreuliche Abwechslung boten.


Neben dem Studium hatten diejenigen Anwärter, welche nicht gerade in der Nähe von Winterthur wohnten, das grosse Glück, ein gemütliches Hostel 10 Minuten entfernt von der ZHAW zu beziehen. Da dies jedoch nur als Übergangslösung gedacht war, begann für die Mehrheit der grosse Wohnungssuche-Kampf. Glücklicherweise konnte man diesen schon relativ früh für sich entscheiden, sodass anfangs November die neuen Wohnungsbesitzer wehmütig aber glücklich zugleich aus dem Hostel ausziehen konnten.


Die ersten WG-Einweihungspartys liessen nicht lange auf sich warten. Um die Abende ein bisschen spannender zu gestalten, wurde auch schnell einmal die Tradition eingeführt, dass die Gäste eher unkonventionelle Geschenke mitbrachten – sehr zur Freude der Organisatoren.


Doch auch PK-extern liess man keine Gelegenheit aus, bei einem gemütlichen Feierabendbier die anderen PK’s, insbesondere die PK12 und PK11, kennenzulernen. Dabei wurde uns auch schnell klar, dass die Pilotenklassen untereinander einen sehr guten Kontakt pflegen, so konnte man bei Problemen in der Schule oder drohendem Motivationsverlust darauf zurückgreifen.
Gegen Ende des Semesters fand dann der Gerüchten zufolge legendäre BFK- Rapport statt, an welchem sich alle Berufsmilitärpiloten einmal im Jahr treffen. Nach einem sehr gelungenen Rapport ging es für uns direkt mit dem mindestens so legendären PK-Abend weiter, an welchem die PK10 bis PK13 anwesend war. Mithilfe von kleineren Filmen erhielt man einen Einblick, wie die jeweilige Pilotenklasse das Jahr 2014 verbracht hat.


Topmotiviert nahmen wir nach diesem Tag die letzte Hürde im ersten Semester in Angriff – die Prüfungen. Nach einer dreiwöchigen Lernphase, welche mehr oder weniger effizient genutzt wurde, folgten zwei Wochen Prüfungen. Danach konnten wir uns nocheinmal für drei Wochen erholen, bevor dann leider viel zu schnell das zweite Semester vor der Tür stand..